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Kommentar Nun
kommt sie wohl tatsächlich. Die Maul- und Klauenseuche hat Deutschland
fast erreicht und wir wissen in den Minuten, in denen wir diesen Kommentar
schreiben, nicht einmal, ob sie nicht längst da ist. Aber in diesen Tagen steht nicht nur das staatliche Krisenmanagement auf dem Prüfstand; hier geht es um mehr: Was
ist das für eine Landwirtschaftspolitik, die offenbar nur noch dem
Gelderwerb, nein dem Geldtransfer dient und nicht etwa der Versorgung
der Bevölkerung. Mit Subventionen werden Tiere produziert, mit weiteren
Subventionen gemästet, aus dubiosen Gründen durch Europa gekarrt
- ein Verfahren, daß mit dem doch eher zynischen Begriff des "Tiertourismus"
etikettiert wird. Und alles nur für's liebe Geld. Die EU macht mit. Die einzelnen Nationalstaaten machen auch mit. Ein einziger Dreh am Geldhahn würde reichen, um die unsinnigen Tiertransporte zu stoppen. Niemand würde Vieh quer durch Europa fahren, wenn er es aus eigener Tasche bezahlen müßte. Schluß also mit den Tiertransporten auf Kosten des Steuerzahlers. Schluß mit der staatlichen Förderung einer Tierproduktion, die nicht darauf angelegt ist, die Versorgung der Bevölkerung zu garantieren. Hier könnte die Politik - auch und gerade eine "grüne" Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerin - eine Menge leisten. Aber: Wollen muß man schon.... Und
natürlich zeigen sich hier auch - 'mal wieder - die wahren Grenzen
eines Europas, das gerne eins sein möchte, um der Wirtschaft
Amerikas und Asiens Paroli bieten zu können, aber doch uneins ist:
Die alten Ländergrenzen werden dichtgemacht - als ob Viren sich einer
Paßkontrolle unterzögen. Und
noch ein letzter Hinweis: Unsere Angebote zur Zusammenarbeit, die wir
dem Rundfunk und staatlichen Stellen gemacht haben, wurden nicht einmal
beantwortet: Man wolle die Menschen lieber "auf das eigene
Informationsangebot orientieren." Kirchturmspolitik! Aber wie sagten wir schon eben: Wollen muß man schon! |